Europäische Mobilisierung von Gesundheits- und Pflegepersonal

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Pressemitteilung (Brüssel 09.10.2020) Führende VertreterInnen von Gewerkschaften im Gesundheits- und Pflegebereich im Europäischen Gewerkschaftsverband für den Öffentlichen Dienst (EGÖD) rufen vom 26. bis 30. Oktober zu einer Europäischen Aktionswoche auf. Dieser Aufruf erfolgt im Anschluss an ein Treffen am 8. Oktober. Die Gewerkschaftssekretäre erörterten dort, wie die Pandemie bewältigt wurde.

Die zweite Welle der Pandemie hat vor Beginn der Wintersaison bereits ihren Anfang genommen. Sie stellt das Gesundheits- und Pflegewesen erneut massiv unter Druck. In ganz Europa ist ein rapider Anstieg der Fälle zu beobachten. Wieder müssen Gewerkschaften feststellen, dass ein Mangel an Schutzausrüstung, Material und Personal es erschwert, dem erneuten Anstieg der Infektionen standhalten zu können. Zusätzlich dazu fühlen sich viele ArbeitnehmerInnen immer noch erschöpft, nachdem die erste Welle mit Müh und Not überstanden wurde. 

Jan Willem Groudriaan, EGÖD-Generalsekretär, sagt dazu: "Der EGÖD und seine Mitglieder ruft die Europäische Union und die nationalen Regierungen dazu auf, Schutzausrüstungen für das Personal in allen Krankenhäusern, Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen zur Verfügung zu stellen. Wir beim EGÖD setzen uns für starke öffentliche Gesundheits- und Pflegesysteme ein, die auf diese und künftige Pandemien besser reagieren können".

Vom 26. bis 30. Oktober findet in ganz Europa eine Aktionswoche statt. Sie fällt mit dem Aufruf des Internationalen Gewerkschaftsbundes (IGB) und der internationalen Gewerkschaftsverbände zu einem Aktionstag am 29. Oktober zusammen, unter dem Slogan "Jetzt in die Pflege investieren". KrankenpflegerInnen, ÄrztInnen , GesundheitshelferInnen, Alten- und Hauspflegepersonal und andere Mitarbeiter an vorderster Front mobilisieren in ganz Europa mit den folgenden Forderungen:

- höhere Löhne
- mehr Personal
- hochwertige Gesundheitsversorgung und Pflege für alle

Wir müssen sicherstellen, dass aus dieser Pandemie die richtigen Lehren gezogen werden. Die ArbeiterInnen an vorderster Front müssen die notwendigen Mittel erhalten, um den Kampf gegen COVID-19 erfolgreich fortzusetzen. In einem Manifest werden unsere Vorschläge für die künftigen Reformen des Gesundheitswesens dargelegt. Wir fordern eine nachhaltige Veränderung des Gesundheits- und Pflegesystems.

Für weitere Informationen siehe: Pablo Sanchez psanchez@epsu.org 0032 (0) 474626633
 

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