Der EGÖD erinnert an die Misere der Beschäftigten im öffentlichen Sektor besonders in den Gesundheits- und Sozialdiensten

Public Service day 23 June 2022 action European Parliament

Donnerstag, 23. Juni, ist der UN-Welttag des öffentlichen Dienstes. Die Vereinten Nationen haben diesen Tag als Anerkennung für die Arbeit ausgerufen, die die Beschäftigten im öffentlichen Dienst leisten. Sie setzen sich für das öffentliche Interesse und das Gemeinwohl ein und leisten einen wichtigen Beitrag zu unseren Gemeinschaften und unserer Gesellschaft. Diese Arbeit ist nicht gewinnorientiert. Der Europäische Gewerkschaftsverband für den öffentlichen Dienst, Stimme der Beschäftigten im öffentlichen Dienst und Mitglied des EGB, möchte diesen Tag mit einer Veranstaltung feiern, die den Arbeitnehmer/-innen in den Gesundheits- und Pflegeberufen, die vor zwei Jahren viel Beifall erhielten, heute aber anscheinend von der öffentlichen Meinung nicht mehr wahrgenommen werden, Anerkennung ausspricht.

Diese Aktion findet am Donnerstag, 23. Juni, ab 10:00 Uhr bis 12:30 in fußläufiger Entfernung vom Europäischen Parlament statt (auf dem Rasen des Luxemburger Platzes).

Der EGÖD wird außerhalb des Parlaments im Kontext des Miniplenums allen Europaabgeordneten die Botschaft der Beschäftigten im öffentlichen Sektor zu Gehör bringen und ihnen Unterstützung in ihrer schwierigen Lage zusagen.  

Die Beschäftigten im öffentlichen Dienst kommen aus allen Gesellschaftsschichten und waren während der Pandemie pausenlos im Einsatz.

Zu dieser Berufsgruppe gehören:

  • Beschäftigte in der Entsorgungswirtschaft, die weiterhin unseren Müll eingesammelt haben, bis hin zu den Angehörigen der Pflegeberufe, die ältere Menschen, Menschen mit Behinderungen und andere Menschen in Langzeitpflegeeinrichtungen versorgt haben.
  • Krankenhauspersonal, das während der Pandemie mit hohen Risiken für die eigene Gesundheit im Einsatz war, bis hin zu den Beschäftigten in den öffentlichen Verwaltungen und Sozialversicherungsträgern, die dafür gesorgt haben, dass pandemiebedingt Arbeitslose und Klein- und Mittelbetriebe, die die Folgen der Lockdowns zu tragen hatten, die ihnen zustehenden Leistungen für ihre Existenzsicherung bekommen haben.
  • Beschäftigte in der Kinderbetreuung und in den Schulen, die sich mit neuen Techniken der Wissensvermittlung auseinandersetzen mussten, bis hin zu Beschäftigten im Strafvollzug, Feuerwehrleuten und Personal im  öffentlichen Nahverkehr.

Während der gesamten Pandemie haben wir ihnen für ihren Einsatz applaudiert. Diese Arbeit geht unvermindert weiter, 24 Stunden am Tag, 7 Tage in der Woche und 365 Tage im Jahr. Beschäftigte, die öffentliche Dienste erbringen, und Versorgungsunternehmen, die unser Trinkwasser liefern, haben niemals Pause. Die Pandemie hat der Welt gezeigt, was es bedeutet, als Beschäftigte im öffentlichen Dienst zu arbeiten. Dies wurde offenkundig, als wir Geflüchtete aus der Ukraine aufgenommen haben, und in der brutalsten Form jetzt inmitten des Krieges in der Ukraine selbst.

Die Rettungskräfte und die Feuerwehrleute, die Lehrkräfte, die Arbeitskräfte, die die Trinkwasser- und die Stromversorgung sicherstellen, die Beschäftigten in den Gesundheits- und Pflegeberufen – sie alle verdienen unsere Anerkennung.  Ihnen kommt die wichtige Aufgabe zu, für die Einhaltung der Menschenrechte und für die Umsetzung der Ziele für eine nachhaltige Entwicklung zu sorgen.

Der EGÖD als Europäischer Gewerkschaftsverband für den öffentlichen Dienst ist die repräsentativste Organisation für Gesundheits- und Pflegeberufe in Europa und mobilisiert seine Mitglieder in Belgien und den Niederlanden für diese symbolische Aktion. Eine 3 Meter hohe Statue, die die Misere dieser Beschäftigten symbolisiert, wird am Morgen des 23. Juni vor dem Europäischen Parlament aufgestellt  (siehe Bild unten)

Medieninformationen bei Pablo Sanchez (psachez@epsu.org) 00 32 (0) 474626633

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