Boss of Austrian public sector union says: Water out of the scope of the Services Directive
Privatisation will cost the user dearly says GdG leader Rudolf Hundstorfer. First examples have demonstrated this. Water must be taken out of the Services Directive to prevent liberalisation through the back door.
Tag des Wassers: Bei Privatisierung zahlt der Kunde drauf!
GdG-Hundstorfer: Wasser muss aus Dienstleistungsrichtlinie herausgenommen werden
"Schon die ersten Beispiele haben gezeigt, dass eine Privatisierung von Wasser den Kunden massive Nachteile bringt", erklärte der Vorsitzende der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten (GdG), Rudolf Hundstorfer, heute, Mittwoch, anlässlich des internationalen "Tag des Wassers". Die Privaten bieten meist zu höheren Preisen an, die Qualität kann zudem häufig nicht mit dem Wasser öffentlicher Anbieter mithalten.
Jeder dritte Europäer bezieht sein Wasser heute schon von privaten Anbietern. Bei Qualität und Preis-Leistungsverhältnis schneiden allerdings die weitestgehend öffentlich versorgten mitteleuropäischen und skandinavischen Staaten am besten ab. Auch Studien haben gezeigt, dass nicht nur die Qualität kommunaler Wasseranbieter den privaten Unternehmen überlegen ist, sondern die Kommunen auch bei der Preisgestaltung problemlos mithalten können.
"Wir haben immer davor gewarnt, dass eine Privatisierung von Wasser auf Kosten der Konsumenten geht. Das Wasser muss daher unbedingt aus der EU-Dienstleistungsrichtlinie herausgenommen werden, um eine Liberalisierung dieses extrem heiklen Sektors durch die Hintertür zu verhindern!", betonte GdG-Vorsitzender Rudolf Hundstorfer am heutigen ?Tag des Wassers?.
In Großbritannieren und Wales, wo die Wasserversorgung in den 80-ger Jahren liberalisiert wurde, sind die Wasserpreise seither um 36 Prozent gestiegen. 50.000 Arbeitsplätze gingen verloren, während die Unternehmensgewinne der privaten Versorger in derselben Zeit um durchschnittlich 147 Prozent gestiegen sind.
Hundstorfer: ?Gerade heute sollten wir uns außerdem ins Gedächtnis rufen, dass weltweit täglich 6.000 Kinder durch fehlendes oder verunreinigtes Wasser sterben.? Laut amtlichen Angaben haben rund 40 Prozent der Weltbevölkerung nur begrenzten Zugang zum ?flüssigen Gold? oder verfügen über keine Abwasserentsorgung. Um eine weltweite Wasserversorgung sicherzustellen, wären zusätzliche Investitionen in der Höhe von 30 bis 50 Milliarden Euro pro Jahr notwendig. Diese Summe entspricht rund fünf Prozent der weltweiten Militärausgaben.
LINK zur Presseaussendung: http://www.gdg.at

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